Leistungen
Psychologische Schwierigkeiten entstehen selten isoliert. Häufig greifen Persönlichkeitstendenzen, biografische Erfahrungen, aktuelle Lebensumstände und wiederkehrende Denk- und Verhaltensmuster ineinander.
Im psychologischen Gespräch geht es schließlich darum, diese Zusammenhänge zu identifizieren, sie differenziert zu begreifen und daraus sinnvolle Möglichkeiten für Veränderung abzuleiten.
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Was greift psychologisch ineinander?
Nicht selten haben Menschen bereits ein Bild davon, was genau sie belastet. Schwieriger ist aber oftmals die Frage, weshalb bestimmte Situationen immer wieder ähnliche Reaktionen auszulösen scheinen und warum sich bestimmte Verhaltensgewohnheiten trotz eigentlich besserer Einsicht beständig halten. Oder weshalb Strategien, die für andere gut zu funktionieren scheinen, im eigenen Fall wenig hilfreich sind.
Wiederkehrende Muster differenzieren
Gemeinsam betrachten wir, welche Gedanken, Erwartungen, emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen in bestimmten Situationen wirksam werden. Dabei interessiert nicht nur das sichtbare Verhalten, sondern auch dessen innere Logik. Ein genaueres Verständnis solcher Verkettungen und Mechanismen stellt oftmals die Weichen für einen konstruktiveren Umgang mit sich selbst.
Persönlichkeit, Biografie und Situation gemeinsam betrachten
Persönlichkeit und Temperament, frühere Erfahrungen, neuropsychologische Besonderheiten und gegenwärtige Anforderungen stehen in einem fortlaufenden Wechselspiel. Was gehört zu Ihnen? Was ist erlernt? Was wird durch bestimmte Lebensbedingungen verstärkt und an welchen Stellen besteht tatsächlich Veränderungsspielraum?
Ist Veränderung notwendig?
Nicht jede Konstellation muss neue Verhaltensweisen oder tiefgreifende Veränderungen erfordern. Manchmal kann der entscheidende Schritt bereits etwa darin liegen, die eigene Wahrnehmung neu zu bewerten, eigene Reaktionen (oder die anderer) besser zu verstehen oder einen angemesseneren Umgang mit bestimmten Situationen oder der Vergangenheit zu finden. Veränderung muss dabei nicht zwangsläufig das Ziel sein.
Psychoedukation
Psychoedukation bildet einen wesentlichen Bestandteil meiner Vorgehensweise.
Gerade Menschen, die anders denken, fühlen und handeln als die meisten ihrer Mitmenschen, haben oft zeit ihres Lebens Ratschläge oder Erklärungen gehört, die nicht auf ihre besondere Art des Seins gepasst haben.
Deshalb geht es mir nicht darum, Menschen möglichst eindeutig einer diagnostischen oder sonstigen Kategorie zuzuordnen. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit Ihnen nachvollziehen, welche Besonderheiten bei Ihnen womöglich relevant sind, wie sie miteinander zusammenhängen und welche Konsequenzen sich daraus für Ihren Alltag ergeben.
Dazu vermittle ich aktuelle psychologische Erkenntnisse verständlich, sodass wir sie gemeinsam in Ihre individuelle Lebensrealität einordnen können. Auf dieser Grundlage lassen sich prinzipiell passgenauere und konkretere Vorgehensweisen entwickeln als aus allgemeinen Empfehlungen.
Meine Spezialgebiete
Meine fachlichen Schwerpunkte liegen insbesondere in den Bereichen:
Wie ich arbeite
Psychologische Verfahren sind für mich Werkzeuge, die dort eingesetzt werden, wo sie zum Verständnis oder zur Veränderung eines Problems sinnvoll beitragen. Meine Arbeitsweise orientiert sich dabei am jeweiligen Anliegen und nicht an einer starren Methode.
Kognitiv-verhaltenstherapeutische Perspektiven
Kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze betrachten das Zusammenspiel von Gedanken, Emotionen und Verhalten. Dabei wird untersucht, welche Annahmen und Reaktionen problematische Muster aufrechterhalten. Daraus lassen sich alternative Bewertungsansätze und konkrete Verhaltensmöglichkeiten für den Alltag entwickeln.
Schematherapeutische Perspektiven
Bei länger bestehenden Mustern kann eine schematherapeutische Betrachtung hilfreich sein. Diese untersucht, wie frühere Erfahrungen und grundlegende Überzeugungen möglicherweise heutige emotionale und zwischenmenschliche Reaktionen prägen. So lassen sich alte Muster potentiell von den Anforderungen der gegenwärtigen Situation unterscheiden.
Psychometrische Diagnostik und Screenings
Standardisierte psychologische Verfahren können Gespräche gezielt ergänzen. Sie helfen, einzelne Merkmale systematisch zu erfassen, subjektive Eindrücke einzuordnen und psychologische Dimensionen voneinander abzugrenzen. Ergebnisse betrachte ich dabei stets im Zusammenhang mit dem persönlichen Erleben, der Biografie und der jeweiligen Fragestellung.
Vor Ort oder online
Psychologische Gespräche können sowohl persönlich in Frankfurt am Main als auch online stattfinden. Inhaltlich unterscheidet sich meine Arbeitsweise in beiden Formaten nicht wesentlich. Welches Setting geeigneter ist, hängt vor allem davon ab, in welchem Rahmen Sie konzentriert und offen über persönliche Themen sprechen können.
Persönlich in Frankfurt
Die Gespräche finden in dem Räumen des Universitätsklinikums in Frankfurt am Main statt.
Online-Gespräche
Online-Termine sind über Zoom oder Microsoft Teams möglich. Nach Absprache können auch andere geeignete Kommunikationswege genutzt werden.
Ablauf
1. Anfrage
Sie können mich über das Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch unter 069 870 042 27 kontaktieren oder um einen Rückruf bitten. In der Regel erhalten Sie innerhalb eines Tages eine Rückmeldung mit einem Terminvorschlag.
2. Kostenfreies Erstgespräch
Das kostenfreie Erstgespräch findet online statt und dauert etwa 30 Minuten.
Sie haben die Möglichkeit, Ihr Anliegen und Ihre Erwartungen zu schildern. Gleichzeitig können Sie sich einen Eindruck von meiner Arbeitsweise verschaffen und prüfen, ob Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Auch organisatorische Fragen oder mögliche Schwerpunkte der weiteren Gespräche können hier geklärt werden.
3. Folgegespräche
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, beschäftigen wir uns zunächst genauer mit Ihrem Anliegen und den für dieses relevanten Zusammenhängen. Daraus ergibt sich ein individuelles (meist integratives) Vorgehen. Je nach Fragestellung können psychoedukative Inhalte, psychologische Modelle, konkrete Verhaltensstrategien, eine vertiefte Betrachtung wiederkehrender Muster oder auch Neubewertungen von Vergangenheit und Gegenwart im Vordergrund stehen.
4. Dauer der Zusammenarbeit
Es gibt keine festgelegte Anzahl an Sitzungen. Manche Anliegen lassen sich bereits in wenigen Gesprächen sinnvoll bearbeiten. Bei komplexeren oder länger bestehenden Fragestellungen kann eine kontinuierlichere Begleitung sinnvoll sein. Häufigkeit und zeitliche Abstände richten sich nach Ihrem Anliegen und werden gemeinsam abgestimmt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für wen sind psychologische Gespräche geeignet?
Für Erwachsene, die etwas verändern, ihre Situation oder das eigene Erleben und Verhalten besser verstehen oder unerwünschte Muster einordnen möchten. Das kann, aber muss nicht in Zusammenhang mit einem meiner Schwerpunkte stehen. Es kann auch um Schwierigkeiten in Beziehungen oder im Beruf oder das Gefühl gehen, schlicht anders zu funktionieren.
Sollte ich mich auf die Gespräche vorbereiten?
Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Wenn Sie möchten, können Sie sich vorab überlegen, was Sie aktuell beschäftigt oder was Sie aus dem Gespräch mitnehmen möchten. Es ist aber genauso in Ordnung, Themen erst im Gespräch entstehen zu lassen. Manchmal ergeben sich aus einem Gespräch Anregungen für die Zeit bis zum nächsten Termin. Ob und wie Sie diese aufgreifen, entscheiden Sie selbst.
Macht es einen Unterschied, ob vor Ort oder online?
Inhaltlich nicht. Manche Menschen sprechen in den eigenen vier Wänden freier, andere schätzen den Weg zu mir als bewussten Rahmen. Auch ein Wechsel zwischen beiden Varianten ist nach Absprache möglich.
Wie viele Termine sind sinnvoll?
Die Anzahl der Gespräche richtet sich nach Ihrem Anliegen und Ihrem persönlichen Prozess. Manche Themen lassen sich in wenigen Sitzungen klären, andere benötigen mehr Zeit. Gemeinsam besprechen wir im Verlauf, welcher Rahmen für Sie passend ist.
Bieten Sie Diagnostik an?
Ich biete aktuell Trait-Diagnostik mit standardisierten Instrumenten sowie in Psychoedukation eingebettete ADHS-Screenings an. Leitliniendiagnostik gehört momentan jedoch nicht zu meinem Angebot. Sprechen Sie mich gerne an, welche diagnostischen Verfahren möglich sind.
Gibt es Themen, bei denen Sie an Kollegen weiterverweisen?
Ja, insbesondere zur Begleitung oder Behandlung von Störungsfeldern, in denen ich bei mir keine ausreichende Expertise sehe oder bei denen abgeklärt werden sollte, ob sie Interventionen erfordern, die ich nicht anbieten kann. Hierzu zählen beispielsweise eine manifeste oder mutmaßlich höher ausgeprägte Autismus-Spektrum-Störung, Persönlichkeitsstörungen bestimmter Dimensionen sowie Störungen des schizophrenen Formenkreises.